Ben Braden Wiki
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Die Dunklheit von Umbara

Pong Krell und die Klone

Wenige Episodentitel haben einen Handlungsbogen so treffend eingeleitet, wie der Titel von Folge 4.07, weshalb ich mich auch für ihn als Abschnittsüberschrift entschieden habe. Der Umbara-Arc zählt ohne Zweifel zu den düstersten und einprägsamsten Geschichten der Klonkriege. Die Art und Weise, wie langsam aber stetig eine tiefe Abneigung gegen Krell aufgebaut wurde, seine Ergebnisse aber immer noch für ihn sprachen, bis sich die gesamte Spannung im Showdown der letzten Folge (4.10 – Krells Blutbad) entlädt, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Insbesondere sind hier natürlich drei sehr emotionale Szenen zu benennen: Fives' Hinrichtung, die seine Brüder verweigern, zeigt, dass die Klone durchaus auch falsche Befehle hinterfragen. Der Moment, in dem die Klone realisieren, dass sie ihre Brüder abschlachten, ist unglaublich emotional, auch dank Dee Bradley Baker. Und Krells Hinrichtung, bei der man merkt, dass Rex wirklich der Gute ist, und nicht abdrücken kann, bis Krells letzter Verbündeter Dogma schließlich selbst abdrückt – ganz nebenbei auch ein schönes Foreshadowing auf eine gewisse Szene aus Folge 7.11. Die Folgen waren definitiv nicht die am schönsten anzusehenden, aber sie gehörten ohne Zweifel zu den Höhepunkten der Serie!

Maul auf Mandalore (Teil 1)

In der 5. Staffel sehen wir Maul zum ersten Mal auf Mandalore, wo er sich mit der Death Watch verbündet, um die Macht über Mandalore und die kriminelle Unterwelt an sich zu reißen. Insbesondere enthalten diese Episoden zwei der wichtigsten und besten Szenen der Serie, und auf diese möchte ich nun zu sprechen kommen.

Pre Vizsla wird von Maul enthauptet

Zum Einen wäre da in Folge 5.15 Schwarze Sonne über Mandalore das Duell zwischen Maul und Pre Vizsla. Die gesamte Szene lebt natürlich vom großartigen Voice Acting – sowohl von Sam Witwer als Maul, als auch von Jon Favreau als Vizsla –, insbesondere Favreaus "Only the strongest… shall rule" ist ein Moment, der wohl jedem Zuschauer im Gedächtnis bleiben wird. Aber, und das ist noch viel wichtiger, sie stellt einen wichtigen Wendepunkt dar, sowohl in der mandalorianischen Geschichte, als auch in Bo-Katans Character Arc, die sich von der Death-Watch-Rebellin wegentwickelt, und beginnt, in die Fußstapfen ihrer Schwester, Herzogin Satine, zu treten. Diese Entwicklung wurde im Serienfinale abgeschlossen, und spätestens in Rebels akzeptiert sie es auch selbst.

Satine stirbt in Obi-Wans Armen

Doch wenn man von diesem Handlungsbogen spricht, gibt es noch eine weitere Szene, die vermutlich noch viel präsenter in den meisten Köpfen ist: Sabine Kryzes Tod. Diese Szene war eine der emotionalsten Szenen der gesamten Serie, und ein wichtiger Punkt in Obi-Wans Charakterentwicklung. Satines Liebesbekenntnis im Sterben (auch wenn das im Deutschen warum auch immer entfernt wurde....) und Obi-Wans Reaktion zeigen, wie ernst es Kenobi um Satine war, aber die Szene zeigt auch, dass er wahrlich der ideale Jedi ist. Kenobi ließ sich – im Gegensatz zu Anakin – nicht auf seine Gefühle ein, auch wenn diese ohne Zweifel genauso vorhanden waren. Auch setzt diese Szene gemeinsam mit Qui-Gons Tod in Vorlage:E1 indirekt die Bühne für Mauls eigenen Tod in Rebels: Maul tötet die beiden Menschen, die Obi-Wan (neben Anakin) am meisten bedeuten, beide sterben in Obi-Wans Armen, und am Ende erweist Kenobi seinem alten Erzfeind dieselbe Ehre, als dieser auf Tatooine in seinen Armen stirbt. Doch vor allem anderen, was ich gerade beleuchtet habe, ist die Szene unglaublich emotional, und großartig geschrieben.

Natürlich endet dieser Handlungsbogen mit einem der spektakulärsten Lichtschwertkämpfe der Serie, als Palpatine selbst nach Mandalore kommt, um sich seinen früheren Schüler vom Hals zu schaffen. Das Duell, welches sowohl Palpatines Stärke auf beeindruckende Art und Weise demonstriert, als auch Mauls Hass auf Palpatine durch Savages Tod noch weiter stärkt, ist wohl auch ein wichtiger Punkt in Mauls Motivation, Palpatines Plan im Serienfinale vereiteln zu wollen.

The Siege of Mandalore

Konzeptzeichnungen von Dave Filoni aus Story-Meetings mit George Lucas bevor The Clone Wars erstmals abgesetzt wurde

The Siege of Mandalore ist der wohl größte Story-Strang, der in The Clone Wars erzählt wurde. Auch wenn nur die ersten beiden Episoden hauptsächlich auf Mandalore spielen, meine ich mit The Siege of Mandalore hier immer die gesamten letzten 4 Episoden. Die Episoden waren in meinen Augen großartig geschrieben, aber auch das Voice-Acting von Sam Witwer, Ashley Eckstein und Dee Bradley Baker war einfach umwerfend, und natürlich hat sich auch Kevin Kiner mit seiner Musik mal wieder selbst übertroffen. Auch wenn ich über diese 4 Folgen wohl problemlos einen eigenen langen Blog schreiben könnte, möchte ich mich an dieser Stelle etwas kürzer fassen, und beschränke mich auf einen besonderen Moment pro Episode (der Abschnitt wird wohl trotzdem der mit Abstand längste, ich kann einfach nicht anders).

Ahsoka sieht die neu-bemalten Helme der Klone

Als erstes sticht hier für mich der Moment heraus, in dem Anakin Ahsoka zu Rex und den Klonen führt, und Ahsoka die neuen Helm-Designs sieht. Dieser Moment war ausgesprochen emotional, sowohl für den Zuschauer, als auch für die Charaktere. Rex und die Klone zeigen ihre tiefe Verbundenheit zu Ahsoka, und das macht natürlich die spätere Order-66-Szene und die gesamte letzte Episode noch viel emotionaler.

Ahsoka und Maul

Aus der zweiten Episode gibt es wohl nur eine Sache, die man sich aussuchen könnte: Das große Duell zwischen Maul und Ahsoka. Für mich persönlich ist dies das beste Duell im gesamten Star-Wars-Universum (ja, noch vor Anakin vs. Obi-Wan, zumindest sage ich das aktuell, im direkten Hype nach dem Duell). Ray Park und Lauren Mary Kim haben den körperlichen Aspekt des Duells dank Motion-Capture großartig dargestellt (seien wir ehrlich, niemand bewegt sich so wie Ray Park – ihn als Maul in The Clone Wars zu sehen war demnach ein wahr gewordener Traum), und Sam Witwer und Ashley Eckstein als Stimmen ebenso – wie in der gesamten Serie, wenn nicht gar noch herausragender als sonst (dass ich ein riesiger Fan insbesondere von Sam Witwer bin, ist wohl mittlerweile klar geworden ;-).gif). Aber neben der technischen Komponente war das Duell auch einmalig gut geschrieben, Maul ist am absoluten Höhepunkt seiner Charakterentwicklung angekommen, beide Charaktere sind absolut nachvollziehbar und 100% getreu ihrem Charakter, und das sorgt für diese unglaubliche emotionale Fallhöhe, als aus dem möglichen Bündnis doch ein Duell wird, das die Galaxis womöglich für immer verändert.

Rex Helm fällt auf den Boden, als er die Order 66 ausführen soll

Damit kommen wir zur dritten Folge, und der besondere Moment war ohne Zweifel Rex' Reaktion auf die Order 66. Rex kann dem Befehl zwar nicht widerstehen, trotzdem merkt man ihm an, dass er es versucht (mehr als z. B. Cody in Vorlage:E3 ;-).gif). Als Rex der Helm aus der Hand rutscht, und er zitternd vor Ahsoka steht, ihr dabei durch die Erwähnung von Fives noch eine letzte Chance gibt, bevor er sich seiner "Programmierung" fügen muss, war denke ich jeder von uns emotional am Ende. P.S.: Die "Maulway"-Szene… Dagegen sieht Vader in Vorlage:R1 ja wie ein Amateur aus. Und generell die viele Anspielungen. Ich liebe einfach Filonis Art, mit sowas zu spielen.

Ahsoka vor den Gräbern der Klone

So, wir haben den 4. Mai (Happy Star-Wars-Day by the way!), und The Clone Wars ist offiziell zu Ende. Was für eine unglaubliche Serie, und was für ein Finale. Ich möchte hier die beiden letzten Szenen hervorheben: Ahsoka und Rex haben Rex' Brüder begraben und stehen nun an den Gräbern – eine Szene, die keine Worte benötigte und genau so perfekt war. Die Emotionalität dieser Szene ist wohl kaum in Worte zu fassen, und als dann Ahsoka ihr Lichtschwert fallen lässt, und damit quasi ihren eigenen Tod vortäuscht (so viel sie ihm Vergleich zum Ahsoka-Roman auch geändert haben, dass das die Auflösung sein musste war klar), war für mich zumindest das perfekte Ende komplett. Doch Dave Filoni wäre nicht Dave Filoni, wenn er auf so eine Szene nicht noch einen draufpacken würde, und so sehen wir Darth Vader Ahsokas Lichtschwert aufheben, und ein besseres Ende hätte sich wohl wahrlich kein Fan wünschen können.

Yodas Reise

Yodas Reise hat eine, für The Clone Wars einzigartge, tief mystische Atmosphäre und ist von zahlreichen Visionen, exotischen Machttechniken und Geistern geprägt. Ich glaube das mir die meisten zustimmen werden wenn ich sage, das das absolute Highlight dieses Story Arcs das spektakuläre Duell zwischen Yoda und Anakin auf der einen gegen Count Dooku und Sidious auf der anderen Seite ist. In früheren Folgen haben wir diese Charaktere (vor allem natürlich Anakin und Dooku) schon häufig kämpfen sehen, und auch wenn mir diese Kämpfe meist sehr gut gefallen haben, verblassen sie alle im Schein dieses Duells. Yodas und Sidious exotische und einzigartige Kamstiele gepaart mit zahlreichen Machttechniken kreiert eine Kampfszene die seines Gleichen sucht. Auch der Moment an dem man kurz denkt es wäre alles zu Ende und Sidious wäre von der Brücke gestürzt, der durch das aprupte aufblitzen Sidious Klinge schlagartig beendet wird macht den Kampf für mich noch interessanter. Was mir jedoch mit Abstand am besten gefiel war, das Yoda nicht wie in vielen früheren Episoden ein perfekter und nahezu unbesiegbarer Krieger ist, sondern auch Schwächen besitzt wie zum Beispiel seine Eitelkeit die vor allem bei seinem ersten Treffen mit den Machtpriestern zum Vorschein kommt.

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